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| Bigfoot-Illustration, die zum Vorfall passt, aber nichts damit zu tun hat. (Bild Flickr) |
Die Töten-oder-nicht-Töten-Debatte in der Sesquadsch-Forschung ist so alt wie das Phänomen selbst. Und sie ist mit einer anderen zentralen Frage verknüpft: Sind die Kreaturen Tiere oder sind sie Menschen? Sind sie Menschenaffen wie der Gorilla oder sind sie Hominiden wie wir? In jüngster Zeit ist die Diskussion darüber wieder aufgeflammt. Der Grund dafür sind zwei Berichte, wonach Sesquadsche angeschossen oder sogar getötet wurden. Einer stammt aus dem Umfeld des Olympic Projects um Derek Randles und wurde hier bereits thematisiert, der andere stammt von der Texas Bigfoot Research Conservancy (TBRC).
Die TBRC, eine offenbar seriöse Gruppe von Bigfoot-Forschern aus dem Süden der USA, hat vor wenigen Tagen einen interessanten Feldbericht online gestellt. Die Gruppe verbrachte im Sommer 2011 mehrere Wochen in einem entlegenen Gebiet in den Ouachita-Bergen in Oklahoma und soll dabei mehrmals Sesquadschen begegnet sein. Der TBRC-Vorsitzende und Biologe Alton Higgins schrieb in seinem Bericht zur Operation Endurance, dass ein Mitglied dabei auf einen geschossen habe. Laut seinen Ausführungen geschah es am Abend des 3. Juli. Daryl Colyer - sein Name wird in einem zweiten Artikel erwähnt - beobachtete aus einer Distanz von rund 30 Metern eine braune Gestalt, die sich geschmeidig auf zwei Beinen durchs Unterholz bewegte. Sie war teilweise von Büschen verdeckt. Er feuerte sogleich mit seiner Schrotflinte mehrere Schüsse auf die Kreatur ab, um sie zu töten. Das Vorhaben misslang, Colyer fand keine Leiche. Doch am nächsten Tag stellten die Forscher ganz in der Nähe mehrere Steine, auf denen sich eingetrocknete Blutspritzer befanden, sicher. Diese sollen nun auf DNA-Spuren geprüft werden.
Obwohl in diesem Fall kein Bigfoot getötet wurde, war die Absicht des Schützen klar: Eine Leiche würde die Diskussion um die Existenz von Bigfoot ein für allemal beenden. Doch ist es ethisch vertretbar? Ist es verantwortbar, ein Wesen zum Abschuss freizugeben, dessen genaue Natur nicht bekannt ist? Die TBRC stellte kürzlich ihre Positon zur Tötungsdebatte klar. Alton Higgins schrieb, dass es nachwievor das Ziel der Organisation sei, Sesquadsche mittels Kamerafallen zu fotografieren und nicht, sie zu töten. Doch man opponiere nicht gegen Mitglieder, die einen Sesquadsch abschiessen wollten. In seinen Augen ist es nicht amoralisch. "Ich glaube nicht, dass Sesquadsche Menschen sind", schrieb Higgins. Mit dem Beweis ihrer Existenz könne ihr Schutz ermöglicht werden.

Furchtbar, dass solche Leute Schusswaffen tragen dürfen. Und dann auch noch mit einer Schrotflinte - der Typ hat sie nicht alle (auch wenn dieser Umstand dem vorbeikommenden Sasquatch??? vermutlich das Leben gerettet hat).
AntwortenLöschentollstoi
Man muss sich wirklich fragen, wie jemand auf die Idee kommt, mit einer Schrotflinte Bigfoots zu jagen.
AntwortenLöschenIch bin da gänzlich gegenteiliger Meinung: Mit der Schrotflinte Bigfoots zu jagen, ist das beste, was man machen kann. Wenn die Expediteure schon nicht fähig sind, die Kamera im richtigen Moment zu zücken oder eine Kamera mit Bildstabilisator zu kaufen, dann gilt
AntwortenLöschen1., dass der Bigfoot auch bei bewaffneten Gegner wenig zu fürchten hat (denn das Gewehr ruhig zu halten ist wahrscheinlich schwieriger als eine Kamera) und
2., dass ein erlegter Bigfoot viel mehr zur seriösen Klärung der Existenzfrage beitragen kann, als ein fotographierter.
Ich bin ja kein Freund des Tieretötens, aber sollte der Bigfoot jemals einen Eintrag in ein seriöses Zoologiebuch erhalten, dann soweiso erst nachdem seine Leiche zur Untersuchung vorgelegen hat.
Mit Schrotflinten jagt man gewöhnlich Enten und weitere Vögel. Für Bigfoots würde ich andere Kaliber vorziehen. Deshalb mein Einwand.
AntwortenLöschenSonst kann man wohl nichts dagegen sagen, Bigfoots zu töten, wenn damit endlich ein Beweis für deren Existenz erbracht werden kann.
Anni
Ja. Schrotflinten wären wohl nicht geeignet, rein aus ballistischer Sicht bei einem solchen grossen Tier. Evtl. könnte auch mit starken Betäubungsmunition gearbeitet werden. Dann müsste man nur aufpassen, damit er dann in New York nicht aus den Eisen entrinnt.
AntwortenLöschenNach allem was man so lesen kann, ist Sasquatch wohl kaum mit einem Kaninchen, Wildschwein oder meinetwegen auch Bären zu vergleichen.
AntwortenLöschenAllein sein Erscheinungsbild ist doch recht menschenähnlich (die DNA-Analyse wird vermutlich in diese Richtung zeigen), ich frage mich wirklich, wie jemand, ohne Skrupel zu haben, auf solch ein Wesen schießen kann (notwehr ausgenommen).
Früher oder später werden die Beweise für die Existens des Sasquatch auf dem Tisch liegen, es bedarf wirklich keiner Waffengewalt.
tollstoii
Im Gegenteil. Ich finde, nach allem was man so lesen kann, ist Sasquatch wohl am ehesten mit einem Einhorn zu vergleichen. Oder war es der Lindwurm oder gar Werwolf? Falls Menschenähnlichkeit besteht, dann wohl am ehesten mit der Meerjungfrau. Vielleicht liesse er sich sowieso am besten als Untergattung des Yeti einordnen.
AntwortenLöschenWerwolflegenden könnten durchaus auf Bigfoot-Sichtungen basieren... aber bitte in Zukunft nur konstruktive Beiträge (oder extrem witzige) posten. :-)
AntwortenLöschenEs ist vielleicht moralisch verwerflich, anderen Menschen Schaden anzutun. Aber den Bigfoot in dieselbe Kategorie zu hieven, scheint mir doch etwas übertrieben.
AntwortenLöschenWeil der Bigfoot noch nicht bewiesen ist, viele aber an seine Existenz glauben, folgt manchmal etwas voreilig der Schluss, dass Tier müsse geradezu übermässig intelligent sein. Weil es aus diesem Grund verlässlich Foto- und Trittfallen erkennt und vermeidet, greift mancher Forscher frustriert zu gröberem Geschütz. Das ist verständlich, und weil ich ebenfalls schon leicht frustriert bin, unterstütze ich das vorerst. (Denn dass diese DNA-Spuren etwas taugen werden, und eine Ähnlichkeit zum Menschen zeigen werden, zweifle ich doch an.)
Anni.
es wird zuviel wert darauf gelegt wie die dna dem des menschen gleicht.
AntwortenLöschenwer noch etwas aus der schule/uni in erinnerung hat wird noch wissen, dass es darauf ankommt welcher teil der dna überhaupt durch spleißen transkribiert wird, also übersetzt/abgelesen wird. das steht wieder auf einem anderen stern...
bin aber gegen abschuss!